Olivenöl für die Haut | Wirkung, Risiken und richtige Anwendung

Olivenöl für die Haut | Wirkung, Risiken und richtige Anwendung

Olivenöl wird seit Jahrhunderten nicht nur als Lebensmittel, sondern auch äußerlich für Haut und Haare verwendet.

Im Internet findet man entsprechend viele Empfehlungen: Olivenöl gegen trockene Haut, Olivenöl als Nachtpflege, Olivenöl gegen Falten oder sogar Olivenöl bei empfindlicher Haut.

Doch dermatologisch ist die Situation wesentlich differenzierter.

Natives Olivenöl extra enthält interessante Bestandteile wie Ölsäure, Squalen, Tocopherole und phenolische Verbindungen. Daraus folgt jedoch nicht automatisch, dass reines Speiseolivenöl für jede Haut eine gute Pflege ist.

Einige Untersuchungen zeigen positive Effekte auf bestimmte Hautparameter. Andere Studien zeigen, dass wiederholtes Auftragen von reinem Olivenöl die Hautbarriere beeinträchtigen kann. Besonders bei Neurodermitis, sehr empfindlicher Haut, entzündeter Haut oder bei Babys ist deshalb Vorsicht angebracht.

In diesem Green Agora Ratgeber erklären wir, was die Forschung tatsächlich zeigt und warum ein hochwertiges Premium Olivenöl zum Essen nicht automatisch ein hochwertiges Hautpflegeprodukt ist.


Olivenöl für die Haut | Die kurze Antwort

Olivenöl kann sich auf der Haut angenehm und rückfettend anfühlen, ist aber nicht für jeden Hauttyp und nicht für jede Hauterkrankung die richtige Wahl.

Wissenschaftliche Untersuchungen ergeben kein einheitliches Bild.

  • Olivenöl enthält hautwissenschaftlich interessante Lipide und Begleitstoffe.
  • Eine äußerliche Anwendung kann sich kurzfristig weich und geschmeidig anfühlen.
  • Bei gesunder Haut wurden in einzelnen Untersuchungen Verbesserungen bestimmter Hautparameter beobachtet.
  • Andere Untersuchungen zeigen bei wiederholter Anwendung eine Beeinträchtigung der Hautbarriere.
  • Besonders bei atopischer beziehungsweise ekzemanfälliger Haut ist reines Olivenöl nicht die bevorzugte dermatologische Basistherapie.
  • Ein sehr hoher Polyphenolgehalt macht ein Speiseolivenöl nicht automatisch zu einem besseren Hautpflegeprodukt.
  • Green Agora Premium Olivenöle werden als Lebensmittel angeboten und nicht als dermatologische Kosmetikprodukte.

Warum wird Olivenöl überhaupt für die Haut verwendet?

Olivenöl besteht überwiegend aus Triglyceriden mit einem hohen Anteil an Ölsäure.

Daneben enthält natives Olivenöl extra verschiedene Begleitstoffe, deren Konzentrationen von Olivensorte, Reifegrad, Verarbeitung, Erntejahr und Lagerung abhängen können.

Dazu gehören unter anderem:

  • Squalen
  • Tocopherole wie Vitamin E
  • phenolische Verbindungen
  • Phytosterole
  • weitere minoritäre Bestandteile

Einige dieser Stoffe sind für die Kosmetikforschung interessant.

Entscheidend ist jedoch die Unterscheidung zwischen:

einem einzelnen Inhaltsstoff im Labor, einer professionell formulierten Hautpflege und einem Speiseolivenöl direkt aus der Flasche.

Diese drei Dinge sind nicht gleichzusetzen.


Squalen im Olivenöl | Interessant für die Kosmetik

Squalen ist ein natürlicher Bestandteil von Olivenöl und kommt auch in den Lipiden der menschlichen Hautoberfläche vor.

Es wird deshalb seit Langem in der kosmetischen Forschung untersucht.

In Kosmetikprodukten wird häufig auch Squalan verwendet. Squalan ist eine stabilere, hydrierte Form von Squalen und wird gezielt in kosmetischen Formulierungen eingesetzt.

Dass Olivenöl natürlicherweise Squalen enthält, bedeutet jedoch nicht automatisch, dass reines Speiseolivenöl dieselben Eigenschaften besitzt wie eine dermatologisch entwickelte Formulierung mit Squalen oder Squalan.


Polyphenole und Haut | Was lässt sich wirklich sagen?

Olivenölpolyphenole wie Hydroxytyrosol sowie andere phenolische Verbindungen werden intensiv auf antioxidative, entzündungsbezogene und zelluläre Mechanismen untersucht.

Ein großer Teil dieser Forschung stammt jedoch aus:

  • Zellmodellen
  • Laboruntersuchungen
  • Tiermodellen
  • Untersuchungen isolierter Inhaltsstoffe
  • speziell formulierten kosmetischen beziehungsweise experimentellen Zubereitungen

Daraus kann nicht automatisch geschlossen werden:

Je mehr Gesamtpolyphenole ein Olivenöl besitzt, desto besser ist es als Hautpflege.

Für eine solche Rangfolge gibt es keine anerkannte dermatologische Grundlage.

Mehr über die analytische Bedeutung von Polyphenolen erfahren Sie in unserem Ratgeber Polyphenole im Olivenöl verstehen.


Gibt es einen idealen Polyphenolwert für die Haut?

Nein.

Es gibt keine wissenschaftlich etablierte dermatologische Regel wie:

  • ab 400 mg pro kg gut für die Haut
  • ab 800 mg pro kg besonders wirksam
  • über 1000 mg pro kg intensive Hautpflege

Solche Grenzwerte existieren nicht.

Ein Gesamtpolyphenolwert ist eine interessante analytische Produkteigenschaft eines Olivenöls. Er ist aber kein dermatologischer Wirksamkeitswert.


Was sagt die Forschung zur Hautbarriere?

Hier wird die wissenschaftliche Einordnung besonders wichtig.

In einer randomisierten Untersuchung mit Erwachsenen wurde Olivenöl über mehrere Wochen wiederholt auf die Unterarme aufgetragen.

Dabei verschlechterte sich die Integrität der Hornschicht und es trat eine leichte Hautrötung auf.

Die Autoren kamen deshalb zu dem Ergebnis, dass reines Olivenöl bei trockener beziehungsweise atopischer Haut nicht generell als Hautpflege empfohlen werden sollte.

Ein möglicher Grund ist der hohe Anteil an Ölsäure. Freie Ölsäure kann die Organisation der Lipide innerhalb der Hornschicht beeinflussen.

Das ist ein gutes Beispiel dafür, warum die Bezeichnung natürlich nicht automatisch mit optimal für jede Haut gleichgesetzt werden sollte.


Neuere Forschung zeigt gleichzeitig ein differenzierteres Bild

Die Forschung ist nicht vollständig einseitig.

Eine neuere randomisierte Untersuchung mit gesunden Erwachsenen verglich natives Olivenöl extra mit Petrolatum.

In dieser Untersuchung verbesserten beide Anwendungen bestimmte Parameter wie die Feuchtigkeit der Hornschicht.

Petrolatum zeigte jedoch einen stärkeren okklusiven Effekt und reduzierte zusätzlich den transepidermalen Wasserverlust.

Das verdeutlicht:

Die Wirkung hängt unter anderem vom Hautzustand, der Formulierung, der Anwendung und dem untersuchten Endpunkt ab.

Man sollte deshalb weder behaupten, Olivenöl sei grundsätzlich hervorragend für jede Haut, noch daraus folgern, dass jede äußerliche Anwendung grundsätzlich problematisch wäre.


Olivenöl bei Neurodermitis | Hier ist besondere Vorsicht sinnvoll

Bei atopischer Dermatitis beziehungsweise Neurodermitis ist die Hautbarriere bereits gestört.

Die aktuelle deutsche S3 Leitlinie empfiehlt deshalb eine regelmäßige, individuell angepasste Basistherapie mit geeigneten Emollienzien beziehungsweise Moisturizern.

Die Leitlinie weist ausdrücklich darauf hin, dass reine Ölprodukte wie Olivenöl anstelle geeigneter Emulsionen die Haut austrocknen und den transepidermalen Wasserverlust erhöhen können.

Deshalb würde Green Agora bei Neurodermitis nicht empfehlen, ein Speiseolivenöl als Ersatz für eine dermatologisch geeignete Basispflege zu verwenden.

Bei bestehender Hauterkrankung sollte die Pflege mit einem Hautarzt beziehungsweise einer Hautärztin abgestimmt werden.


Olivenöl bei trockener Haut | Warum Öl nicht dasselbe wie Feuchtigkeit ist

Dieser Punkt wird häufig missverstanden.

Olivenöl enthält selbst praktisch kein Wasser.

Ein Öl kann sich rückfettend und weich anfühlen, aber das ist nicht dasselbe wie eine gezielte Hydratation der Hornschicht.

Moderne Feuchtigkeitspflege kombiniert deshalb häufig verschiedene Prinzipien:

  • Humectants: Stoffe, die Wasser binden
  • Emollients: Stoffe, die die Hautoberfläche geschmeidiger machen
  • Okklusiva: Stoffe, die den Wasserverlust reduzieren

Eine gut formulierte Creme oder Emulsion kann diese Funktionen gezielt kombinieren.

Reines Speiseolivenöl ist keine solche Formulierung.


Olivenöl im Gesicht | Nicht automatisch die beste Nachtpflege

Auch die Empfehlung, jeden Abend einige Tropfen Speiseolivenöl ins Gesicht zu geben, würde ich nicht pauschal aussprechen.

Menschen reagieren unterschiedlich.

Einige empfinden Olivenöl als angenehm. Bei anderen können:

  • Rötungen
  • Brennen
  • Unreinheiten
  • ein unangenehm fettiges Hautgefühl
  • eine Verschlechterung bestehender Hautprobleme

auftreten.

Bei empfindlicher, entzündeter, akneanfälliger oder atopischer Gesichtshaut ist eine speziell für den Hauttyp entwickelte Pflege in der Regel die kontrollierbarere Wahl.


Olivenöl bei empfindlicher Haut

Der alte Gedanke, Olivenöl sei automatisch besonders sanft, weil es ein Naturprodukt ist, greift zu kurz.

Empfindliche Haut kann auf viele Stoffe reagieren.

Das betrifft natürliche genauso wie synthetische Inhaltsstoffe.

Wer ein Produkt auf der Haut verwenden möchte und zu Irritationen neigt, sollte neue Produkte zunächst vorsichtig an einer kleinen Hautstelle testen.

Bei wiederkehrenden Rötungen, Brennen oder Ekzemen ist eine dermatologische Abklärung sinnvoll.


Olivenöl bei Akne und unreiner Haut

Auch hier gibt es keine allgemeine Empfehlung.

Akne ist eine komplexe entzündliche Erkrankung der Talgdrüsenfollikel und sollte nicht mit einem Küchenprodukt behandelt werden.

Wie eine individuelle Haut auf ein bestimmtes Öl reagiert, kann unterschiedlich sein.

Bei ausgeprägter oder persistierender Akne sollte eine dermatologische Behandlung einer selbst entwickelten Olivenölroutine vorgezogen werden.


Olivenöl bei Babys und Kindern

Bei Babyhaut ist besondere Zurückhaltung sinnvoll.

Die Hautbarriere von Säuglingen unterscheidet sich von der Haut Erwachsener und entwickelt sich noch.

Gerade die Forschung zur Hautbarriere hat dazu geführt, dass die frühere pauschale Empfehlung von Olivenöl für Babymassagen kritisch gesehen wird.

Eltern sollten deshalb nicht automatisch davon ausgehen, dass ein Lebensmittel für die empfindliche Babyhaut geeignet ist.

Bei trockener, entzündeter oder ekzemanfälliger Haut sollte die Pflege mit Kinderarzt beziehungsweise Kinderärztin oder dermatologischem Fachpersonal abgestimmt werden.


Kann Olivenöl zum Abschminken verwendet werden?

Fette können fettlösliche Bestandteile von Make up lösen.

Deshalb wird Olivenöl gelegentlich zum Entfernen von Make up verwendet.

Für empfindliche Gesichtshaut oder die Augenpartie sind speziell dafür entwickelte Reinigungsprodukte jedoch besser kontrollierbar, weil sie hinsichtlich Anwendung, Verträglichkeit und Entfernung formuliert wurden.

Wer auf ein Produkt mit Brennen, Rötung oder Reizung reagiert, sollte die Anwendung beenden.


Olivenöl mit Zucker oder Salz als Peeling?

Von der pauschalen Empfehlung eines selbst gemischten Peelings aus Olivenöl und grobem Salz oder Zucker würde ich abraten.

Mechanische Reibung kann empfindliche oder bereits gereizte Haut zusätzlich belasten.

Besonders im Gesicht, bei Akne, Rosazea, Ekzemen oder entzündlicher Haut ist ein aggressives mechanisches Peeling keine gute allgemeine Empfehlung.


Olivenöl nach der Rasur?

Frisch rasierte Haut kann vorübergehend empfindlicher sein.

Ein brennendes oder kribbelndes Gefühl sollte deshalb nicht als Qualitätsmerkmal eines Olivenöls interpretiert werden.

Wer nach der Rasur regelmäßig Irritationen entwickelt, sollte lieber auf eine dafür entwickelte, möglichst reizarm formulierte Pflege zurückgreifen.


Kann Olivenöl vor UV Strahlung schützen?

Olivenöl ist kein Sonnenschutzmittel.

Einzelne Olivenölbestandteile werden in Zell und Laborstudien im Zusammenhang mit oxidativem Stress und UV bedingten Zellveränderungen untersucht.

Daraus darf jedoch nicht geschlossen werden, dass das Auftragen von Speiseolivenöl einen geprüften Sonnenschutz ersetzt.

Zum Schutz vor UV Strahlung gehören geeigneter Schatten, Kleidung und ein geprüftes Sonnenschutzprodukt mit ausreichendem Lichtschutzfaktor.


Olivenöl gegen Falten | Was wissen wir?

Ernährung, Hautalterung und Sonnenexposition werden seit vielen Jahren erforscht.

Eine ältere Beobachtungsstudie fand einen Zusammenhang zwischen bestimmten Ernährungsmustern, darunter einem höheren Olivenölkonsum, und weniger aktinischer Hautschädigung.

Eine Beobachtung beweist jedoch keine ursächliche Anti Aging Wirkung des Olivenöls.

Auch zu einzelnen Olivenölpolyphenolen gibt es neuere klinische Forschung im Zusammenhang mit Hautalterung.

Die Ergebnisse sind interessant, reichen aber nicht aus, um daraus die allgemeine Aussage abzuleiten:

Speiseolivenöl auf die Haut auftragen reduziert Falten.

Diese Aussage wäre wissenschaftlich zu weitgehend.


Olivenöl essen und Hautgesundheit | Eine andere Fragestellung

Die äußerliche Anwendung von Olivenöl und der Verzehr von Olivenöl sind zwei unterschiedliche wissenschaftliche Fragen.

Olivenöl ist ein traditioneller Bestandteil mediterraner Ernährung.

Untersuchungen zu Ernährung und Haut können interessante Zusammenhänge zeigen. Daraus lässt sich aber keine konkrete tägliche Olivenölmenge zur Verschönerung der Haut ableiten.

Insbesondere gibt es keine wissenschaftlich abgesicherte Regel, wonach täglich zwei bis vier Esslöffel Olivenöl speziell für bessere Haut getrunken werden sollten.


Der EU Health Claim für Olivenölpolyphenole betrifft nicht die Haut

Für geeignete Olivenöle gibt es in der Europäischen Union eine zugelassene gesundheitsbezogene Angabe:

Olivenölpolyphenole tragen dazu bei, die Blutfette vor oxidativem Stress zu schützen.

Die Bedingungen beziehen sich auf mindestens 5 mg Hydroxytyrosol und dessen Derivate je 20 g Olivenöl sowie auf eine tägliche Aufnahme von 20 g.

Dieser Health Claim betrifft jedoch ausdrücklich die Blutfette.

Er ist kein zugelassener Claim für:

  • Hautschutz
  • Falten
  • Hautfeuchtigkeit
  • Akne
  • Neurodermitis
  • UV Schutz
  • Hautregeneration

Deshalb verwenden wir ihn nicht als Begründung für eine Wirkung auf die Haut.

Mehr dazu erfahren Sie unter EU Health Claim für Olivenöl | Voraussetzungen und Laborprüfung.


Sind hochpolyphenolreiche Olivenöle besser für die Haut?

Diese Frage wird Green Agora aufgrund der hohen Analysewerte einiger Premium Olivenöle verständlicherweise gestellt.

Pamako Gold Bio besitzt aktuell beispielsweise einen Gesamtpolyphenolwert von 2081 mg pro kg.

Pamako Blend Bio liegt aktuell bei 1466 mg pro kg.

Kouros of Zeus Frühernte liegt aktuell bei 835 mg pro kg.

Diese Werte sind analytisch außergewöhnlich beziehungsweise hoch und für Menschen interessant, die sich gezielt mit polyphenolreichen Olivenölen beschäftigen.

Für die Hautpflege dürfen daraus aber keine Schwellenwerte oder Wirksamkeitsranglisten abgeleitet werden.

2081 mg pro kg machen Pamako Gold Bio nicht automatisch zu einer wirksameren Gesichtscreme als ein Olivenöl mit 500 mg pro kg.

Green Agora kommuniziert diese Werte deshalb als Produkteigenschaften des Lebensmittels Olivenöl und nicht als dermatologische Dosierungsangaben.


Lebensmittel oder Kosmetik | Eine wichtige Unterscheidung

Die Premium Olivenöle im Green Agora Sortiment werden als Lebensmittel angeboten.

Sie sind nicht als kosmetische Hautpflegeprodukte entwickelt, formuliert oder als solche in Verkehr gebracht.

Professionelle Kosmetikprodukte können zwar Olivenöl, Squalan, Squalen oder aus Oliven gewonnene Inhaltsstoffe enthalten.

Eine kosmetische Formulierung besteht aber nicht einfach darin, Speiseolivenöl in eine kleinere Flasche zu füllen.

Formulierung, Stabilität, Verträglichkeit, Konzentration verschiedener Bestandteile und der vorgesehene Verwendungszweck spielen eine wichtige Rolle.


Warum diese Unterscheidung auch rechtlich wichtig ist

Die Europäische Kosmetikverordnung definiert kosmetische Produkte unter anderem über ihren vorgesehenen Kontakt mit äußeren Körperbereichen und den hauptsächlichen Zweck, beispielsweise die Haut zu reinigen, zu schützen oder in gutem Zustand zu halten.

Ob ein Produkt rechtlich als Kosmetikprodukt einzustufen ist, wird anhand seiner konkreten Eigenschaften und seines vorgesehenen Verwendungszwecks beurteilt.

Deshalb sollte ein als Lebensmittel angebotenes Premium Olivenöl nicht einfach wie eine geprüfte Hautpflege oder dermatologische Behandlung vermarktet werden.

Diese klare Trennung schützt Verbraucher und sorgt für transparente Produktkommunikation.


Wann sollte man mit Hautproblemen zum Hautarzt?

Bei einer gesunden Haut ist die Wahl einer kosmetischen Pflege vor allem eine Frage von Hauttyp, Verträglichkeit und persönlichen Vorlieben.

Eine ärztliche beziehungsweise dermatologische Abklärung ist dagegen sinnvoll bei:

  • anhaltendem Juckreiz
  • starken Rötungen
  • Ekzemen
  • offener oder nässender Haut
  • wiederkehrenden Entzündungen
  • starker Akne
  • Rosazea
  • Verdacht auf Kontaktallergie
  • ungeklärten Hautveränderungen

Ein Speiseolivenöl sollte solche Erkrankungen nicht auf eigene Faust behandeln.


Was Green Agora aus diesem Thema mitnimmt

Olivenöl besitzt eine faszinierende Zusammensetzung und seine Inhaltsstoffe werden auch in der Haut und Kosmetikforschung untersucht.

Gerade deshalb möchten wir bei Green Agora zwischen interessanter Wissenschaft und vorschnellen Versprechen unterscheiden.

Unsere Aufgabe als Olivenöl Spezialist ist es, transparent über:

  • Olivensorten
  • Herkunft
  • Produzenten
  • Geschmack
  • Ernte
  • Verarbeitung
  • Polyphenolwerte
  • weitere Analysedaten

zu informieren.

Was wir nicht machen möchten, ist aus einem außergewöhnlichen Lebensmittel ohne ausreichende Grundlage eine dermatologische Behandlung zu machen.


Olivenöl erleben im Green Agora Olivenöl Showroom

Wer sich für hochwertige native Olivenöle extra interessiert, kann verschiedene Produzenten und Olivensorten auch persönlich bei Green Agora kennenlernen.

Der Green Agora Olivenöl Showroom in Lüdenscheid umfasst rund 360 Quadratmeter, besitzt eine Raumhöhe von etwa 4 Metern und wurde professionell von einem Interior Designer gestaltet.

Im größten Olivenöl Showroom Europas stehen nicht Hautpflegeversprechen, sondern das Lebensmittel Olivenöl, seine Herkunft, Sensorik, Olivensorten und unterschiedlichen Qualitätsmerkmale im Mittelpunkt.

Besucher können sich beraten lassen und unterschiedliche Premium Olivenöle sensorisch kennenlernen.


Häufige Fragen zu Olivenöl für die Haut

Ist Olivenöl gut für die Haut?

Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Einzelne Studien zeigen günstige Effekte auf bestimmte Hautparameter, andere Untersuchungen zeigen bei wiederholter Anwendung eine Beeinträchtigung der Hautbarriere. Hauttyp und Anwendungsform sind entscheidend.

Kann man Speiseolivenöl ins Gesicht geben?

Manche Menschen verwenden es äußerlich, aber ein Speiseolivenöl ist keine speziell formulierte Gesichtspflege. Besonders bei empfindlicher, entzündeter oder akneanfälliger Haut sollte man vorsichtig sein.

Hilft Olivenöl gegen trockene Haut?

Olivenöl kann die Haut kurzfristig geschmeidig erscheinen lassen. Reines Öl ersetzt jedoch keine ausgewogene Feuchtigkeitspflege und kann bei bestimmten Hautzuständen die Barriere ungünstig beeinflussen.

Ist Olivenöl bei Neurodermitis geeignet?

Die aktuelle deutsche S3 Leitlinie empfiehlt bei atopischer Dermatitis geeignete Emollienzien. Reine Ölprodukte wie Olivenöl sollen eine entsprechende Basistherapie nicht ersetzen.

Ist Olivenöl gut für empfindliche Haut?

Nicht automatisch. Auch natürliche Stoffe können empfindliche Haut irritieren.

Kann Olivenöl gegen Falten helfen?

Zu Olivenölbestandteilen und Hautalterung gibt es interessante Forschung. Für die pauschale Aussage, dass aufgetragenes Speiseolivenöl Falten reduziert, reicht die klinische Evidenz nicht aus.

Schützt Olivenöl vor UV Strahlung?

Nein. Olivenöl ersetzt keinen geprüften Sonnenschutz.

Ist ein hochpolyphenolreiches Olivenöl besser für die Haut?

Dafür gibt es keine etablierte dermatologische Polyphenolgrenze oder Rangliste.

Kann ich Pamako Gold Bio wegen seiner 2081 mg Polyphenole für mein Gesicht verwenden?

Der Wert beschreibt eine analytische Eigenschaft des Olivenöls als Lebensmittel. Er belegt keine besondere dermatologische Wirkung und macht das Produkt nicht zu einer kosmetischen Gesichtsbehandlung.

Kann ich Olivenöl zum Abschminken benutzen?

Öle können fettlösliches Make up lösen. Für empfindliche Haut und die Augenpartie sind speziell dafür formulierte Reinigungsprodukte jedoch besser kontrollierbar.

Ist Olivenöl für Babys geeignet?

Die pauschale Verwendung von Olivenöl für Babyhaut wird aufgrund der Forschung zur Hautbarriere kritisch gesehen. Bei der Pflege von Säuglingshaut sollte professioneller Rat berücksichtigt werden.

Ist Squalen aus Olivenöl gut für die Haut?

Squalen ist wissenschaftlich und kosmetisch interessant. Daraus folgt jedoch nicht, dass reines Speiseolivenöl dieselbe Wirkung wie eine gezielte kosmetische Formulierung mit Squalen oder Squalan besitzt.


Wissenschaftliche Grundlage dieses Beitrags

Für die Einordnung wurden insbesondere randomisierte Untersuchungen zur Wirkung von Olivenöl auf die Hautbarriere, dermatologische Übersichtsarbeiten zu Pflanzenölen, aktuelle Leitlinien zur atopischen Dermatitis sowie Forschung zu Olivenölbestandteilen wie Squalen und phenolischen Verbindungen berücksichtigt.

Die Studienlage ist nicht vollständig einheitlich. Ergebnisse aus Zellmodellen oder Untersuchungen einzelner Inhaltsstoffe dürfen nicht automatisch auf die Anwendung eines fertigen Speiseolivenöls auf menschlicher Haut übertragen werden.


Weitere passende Green Agora Ratgeber


Premium Olivenöl als Lebensmittel entdecken

Green Agora steht für Premium Olivenöle verschiedener Produzenten, Regionen und Olivensorten mit transparenter Information zu Herkunft, Sensorik und verfügbaren aktuellen Analysewerten.

Unsere Olivenöle sind Lebensmittel und werden nicht als dermatologische Hautpflegeprodukte angeboten.

Premium Olivenöle entdecken

Sie möchten unterschiedliche Olivensorten und Geschmacksprofile kennenlernen? Wir beraten Sie persönlich per WhatsApp oder im Green Agora Olivenöl Showroom in Lüdenscheid.

WhatsApp: +49 175 9009341
E Mail: info@greenagora.de

Instagram: @greenagora.de
Facebook: Green Agora auf Facebook


Green Agora GmbH
Nottebohmstraße 13a
58511 Lüdenscheid
Deutschland

Bio Kontrollstelle DE ÖKO 007

Dermatologischer Hinweis

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine dermatologische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei Hauterkrankungen, anhaltenden Beschwerden, offenen Hautstellen oder ungewöhnlichen Hautveränderungen sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.

Hinweis zu Green Agora Olivenölen

Die im Green Agora Shop angebotenen Premium Olivenöle sind Lebensmittel. Sie werden nicht als kosmetische oder dermatologische Produkte angeboten. Angaben zu Polyphenolen und anderen Produkteigenschaften dürfen nicht als Nachweis einer Wirkung auf die Haut verstanden werden.