Pamako Olivenöl | Wild wachsende Tsounati, Gold und Silver aus Kreta
Wild zwischen Felsen wachsende Olivenbäume.
Eine raue Berglandschaft im Südwesten Kretas.
Jahrhundertealte Bäume.
Handernte.
Frühe Ernte.
Verarbeitung am Erntetag.
Entkernung.
Argon.
Und eine kretische Olivensorte, die außerhalb ihrer Heimat noch immer erstaunlich wenige Menschen kennen.
Tsounati.
Wenn ich Pamako erklären möchte, beginne ich deshalb nicht mit einer Laborzahl.
Ich beginne mit:
Selino.
Mit den Bergen im Südwesten Kretas.
Mit Olivenhainen auf ungefähr 500 bis 700 Metern Höhe.
Und mit alten Tsounati Bäumen, die Pamako selbst als größtenteils natürlich beziehungsweise wild um die Felsen wachsend beschreibt.
Genau diese Bäume meine ich, wenn ich bei Green Agora von Pamako Wildoliven spreche.
Die Olivensorte bleibt:
Tsounati.
Wild beschreibt hier die natürliche Wuchsform und die felsige Landschaft.
Es bezeichnet keine neue botanische Olivensorte.
Erst danach kommen für mich die anderen Ebenen.
Gold.
Silver.
Sensorik.
Polyphenole.
Oleocanthal.
Und schließlich die wichtigste Frage für einen Kunden:
Welches Pamako passt eigentlich zu mir?
Genau deshalb ist Pamako für mich nicht einfach eine Flasche mit einer außergewöhnlichen Analysezahl.
Pamako ist eine Olivenölwelt, die man von der Landschaft über die Olivensorte und die Verarbeitung bis ins Glas verstehen kann.
Stand der produktbezogenen und regulatorischen Einordnung: September 2026.
Ayhan von Green Agora
Pamako | Die wichtigsten Antworten zuerst
| Woher kommt Pamako? | Aus Selino im Südwesten Kretas in der Region Chania. |
| Was sind die Pamako Wildoliven? | Damit sind die von Pamako beschriebenen Tsounati Bäume gemeint, die größtenteils natürlich beziehungsweise wild um und zwischen den Felsen wachsen. |
| Welche Sorte besitzt Pamako Gold? | 100 Prozent Tsounati. |
| Welche Sorten besitzt Pamako Silver? | 60 Prozent Tsounati und 40 Prozent Koroneiki. |
| Wie hoch liegen die Olivenhaine? | Pamako nennt ungefähr 500 bis 700 Meter über dem Meeresspiegel. |
| Wie alt sind die Bäume? | Der Produzent nennt ein durchschnittliches Alter von ungefähr 200 Jahren. |
| Werden die Oliven am Erntetag verarbeitet? | Ja. Pamako beschreibt die Verarbeitung am Tag der Ernte. |
| Ist Gold automatisch besser als Silver? | Nein. Gold ist monovarietale Tsounati. Silver verbindet Tsounati mit Koroneiki. Es sind zwei unterschiedliche Sortenkonzepte. |
Pamako Wildoliven | Was bedeutet dieser Begriff genau?
Dieser Begriff verdient eine präzise Erklärung.
Pamako beschreibt seine Tsounati Bäume selbst so, dass sie größtenteils natürlich beziehungsweise wild um die Felsen wachsen.
Wenn ich bei Green Agora deshalb sage:
Pamako Wildoliven
meine ich:
wild beziehungsweise natürlich zwischen den Felsen wachsende Tsounati Olivenbäume aus der Bergregion von Selino.
Die Sorte lautet weiterhin:
Tsounati.
Wir machen aus Tsounati keine erfundene botanische Wildolivenart.
Das Besondere ist die Kombination aus:
- konkreter Olivensorte
- alten Bäumen
- felsiger Berglandschaft
- natürlicher Wuchsform
- schwieriger Zugänglichkeit
Die tatsächliche Geschichte ist hier bereits außergewöhnlich genug.
Wild wachsend ist nicht dasselbe wie botanische Wildolive
Gerade bei Premium Lebensmitteln sollte Sprache präzise bleiben.
Der Begriff Wildolive kann beim Leser den Eindruck erzeugen, es handle sich um eine eigene botanische Wildform.
Genau das möchte ich bei Pamako nicht behaupten.
Der Produzent nennt als Hauptsorte seiner Haine:
Tsounati.
Und beschreibt viele dieser Bäume als natürlich um die Felsen wachsend.
Deshalb ist für mich die präziseste Formulierung:
wild wachsende Tsounati.
Oder:
Pamako Wildoliven der Sorte Tsounati.
Immer mit der Erklärung, was damit gemeint ist.
Herkunft darf emotional sein.
Sie sollte trotzdem botanisch sauber erklärt werden.
Selino | Die Berglandschaft hinter Pamako
Die Pamako Olivenhaine liegen in Selino im Südwesten Kretas in der Region Chania.
Der Produzent beschreibt die Lage nahe der antiken Stadt Elyros.
Die Haine befinden sich in einer felsigen und bergigen Landschaft auf ungefähr:
500 bis 700 Metern über dem Meeresspiegel.
Viele Bereiche sind schwierig zu erreichen.
Nach Angaben von Pamako führen zu einem großen Teil keine normalen Straßen direkt in die Haine.
Das Gelände ist:
- bergig
- felsig
- unregelmäßig
- teilweise steil
- für schwere landwirtschaftliche Maschinen schwer zugänglich
Diese Herkunft ist deshalb mehr als ein Ortsname auf einem Etikett.
Die Landschaft beeinflusst unmittelbar, wie die Bäume gepflegt und wie die Oliven geerntet werden können.
Jahrhundertealte Olivenbäume | Im Durchschnitt ungefähr 200 Jahre
Pamako beschreibt seine Bergolivenhaine mit außergewöhnlich alten Bäumen.
Das durchschnittliche Alter wird vom Produzenten mit ungefähr:
200 Jahren
angegeben.
Auch die Größe ist bemerkenswert.
Die Bäume erreichen laut Pamako im Durchschnitt ungefähr:
11 Meter Höhe.
Einzelne Exemplare können nach Produzentenangabe ungefähr:
20 Meter
erreichen.
Ein solcher Baum wird anders bewirtschaftet als ein junger, niedrig gehaltener Baum in einer modernen Intensivplantage.
Seine Form.
Seine Position.
Seine Zugänglichkeit.
Sein individueller Zustand.
All das kann unterschiedlich sein.
Pamako beschreibt deshalb, dass einzelne Bäume entsprechend ihren jeweiligen Bedürfnissen behandelt werden.
Der Produzent verweist dabei auf Wissen, das über mehr als vier Generationen weitergegeben wurde.
Bei Pamako bedeutet Tradition deshalb nicht nur Geschichte.
Sie zeigt sich auch im praktischen Umgang mit sehr alten Einzelbäumen.
Tsounati | Die Olivensorte im Mittelpunkt von Pamako
Die Hauptsorte in den Pamako Hainen ist:
Tsounati.
Pamako beschreibt Tsounati als seltene traditionelle kretische Sorte und verweist auf historische Wurzeln bis in minoische Zeit.
Diese historische Einordnung ist eine Produzentenangabe.
Für mich ist im Alltag aber vor allem etwas anderes wichtig.
Olivenöl wird häufig zu allgemein beschrieben.
Griechisches Olivenöl.
Olivenöl aus Kreta.
Beides ist richtig.
Aber ich möchte zusätzlich wissen:
Welche Olive?
Bei Pamako Gold lautet die Antwort:
100 Prozent Tsounati.
Damit kann ein Kunde nicht nur eine Region kennenlernen.
Er kann eine konkrete Olivensorte bewusst probieren.
Genau dort beginnt für mich echtes Sortenverständnis.
Olivenöl aus Griechenland | Regionen und Olivensorten verstehen
Koroneiki | Die zweite Sorte in den Pamako Hainen
Neben Tsounati wächst bei Pamako auch:
Koroneiki.
Der Produzent beschreibt Koroneiki als zweite Sorte seiner Haine.
Sie wurde dort insbesondere im vergangenen Jahrhundert stärker kultiviert und wächst teilweise zwischen den älteren Tsounati Bäumen.
Damit entstehen zwei klar unterschiedliche Pamako Konzepte.
Gold steht für 100 Prozent Tsounati.
Silver verbindet 60 Prozent Tsounati mit 40 Prozent Koroneiki.
Die falsche Vorstellung wäre:
Gold ist die gute Version und Silver die schwächere.
So würde ich diese beiden Olivenöle nicht erklären.
Es sind zwei Interpretationen derselben Produzentenwelt.
Pamako Gold Bio | 100 Prozent Tsounati
Pamako Gold ist die monovarietale Edition.
Monovarietal bedeutet:
Das Olivenöl stammt aus einer einzigen Olivensorte.
Bei Gold ist diese Sorte:
100 Prozent Tsounati.
Genau deshalb würde ich Gold jemandem zeigen, der zu mir sagt:
Ayhan, ich möchte Tsounati möglichst unmittelbar kennenlernen.
Bei der reinsortigen Abfüllung steht keine zweite Olivensorte daneben.
Dadurch kann man Tsounati sensorisch besonders bewusst kennenlernen.
Das bedeutet nicht, dass ein monovarietales Olivenöl grundsätzlich besser ist als ein Blend.
Es bedeutet:
Die einzelne Sorte steht stärker im Mittelpunkt.
Pamako beschreibt sein Monovarietal als frisch und fruchtig mit deutlichen würzigen beziehungsweise pfeffrigen Elementen und einer weicheren bitteren Komponente.
Gold kann deshalb besonders interessant sein für Menschen, die:
- Tsounati bewusst kennenlernen möchten
- intensive Olivenöle mögen
- Bitterkeit als positive sensorische Eigenschaft schätzen
- pfeffrige Rachenwahrnehmung interessant finden
- Olivenöl gerne pur verkosten
- ein charaktervolles Finish für Gerichte suchen
Pamako Silver Bio | Tsounati trifft Koroneiki
Pamako Silver verfolgt ein anderes Konzept.
Der Blend besteht laut Pamako aus:
60 Prozent Tsounati
und:
40 Prozent Koroneiki.
Die Tsounati bleibt damit der größere Bestandteil.
Koroneiki ergänzt das Profil.
Genau hier wird der direkte Vergleich spannend.
Gold zeigt:
Tsounati allein.
Silver zeigt:
Tsounati im Zusammenspiel mit Koroneiki.
Pamako beschreibt den Blend als frisch und kräftig fruchtig mit milderen würzigen und bitteren Elementen.
Silver kann deshalb besonders interessant sein für Menschen, die:
- Pamako kennenlernen möchten
- Tsounati und Koroneiki gemeinsam erleben möchten
- Fruchtigkeit besonders wichtig finden
- ein charaktervolles und zugleich zugängliches Profil suchen
- das Olivenöl pur und kulinarisch einsetzen möchten
Gold oder Silver | Welches Pamako passt besser?
Natürlich kann ich beide Olivenöle analytisch vergleichen.
Gesamtphenole.
Oleocanthal.
Weitere phenolische Verbindungen.
Sensorik.
Aber am Ende bleibt eine Frage, die keine Labortabelle vollständig beantworten kann.
Welches Profil gefällt Ihnen besser?
Gold steht für:
reine Tsounati.
Silver steht für:
Tsounati plus Koroneiki.
Ein Mensch liebt Gold.
Ein anderer findet Silver harmonischer.
Manche verstehen den Unterschied erst richtig, wenn beide Olivenöle nebeneinander stehen.
Dann werden Unterschiede unmittelbar.
Fruchtigkeit.
Bitterkeit.
Schärfe.
Aromatik.
Rachenwahrnehmung.
Nachhall.
Balance.
Der Mensch verkostet das Olivenöl.
Nicht die Tabelle.
Warum die Pamako Oliven von Hand geerntet werden
Die Pamako Bäume wachsen nicht in einer Landschaft, die für große Erntemaschinen angelegt wurde.
Die Menschen müssen sich an die Landschaft anpassen.
Pamako beschreibt die Ernte deshalb als:
Handarbeit mit Unterstützung elektrischer Erntehilfen.
Aufgrund der Höhe einzelner Bäume steigen Arbeiter teilweise in die Baumkronen.
Das unterscheidet diese Arbeitsweise deutlich von der Ernte in niedrig angelegten und maschinell optimierten Plantagen.
Auch hier zeigt sich:
Die natürliche Wuchsform und das Gelände haben praktische Folgen für die Ernte.
Frühe Ernte | Wenn die Pamako Oliven noch hellgrün sind
Pamako beschreibt einen frühen Erntebeginn.
Üblicherweise startet die Ernte laut Produzent Anfang Oktober.
Die Früchte werden geerntet, solange sie noch hellgrün sind und bevor eine stärkere violette Verfärbung einsetzt.
Die gesamte Ernte kann sich anschließend über mehrere Wochen erstrecken.
Ein früher Reifegrad kann Einfluss haben auf:
- Ölertrag
- Aromatik
- Bitterkeit
- Schärfe
- bestimmte phenolische Verbindungen
Aber daraus entsteht keine automatische Formel.
Frühe Ernte allein garantiert kein Spitzenolivenöl.
Nach der Ernte beginnt die nächste entscheidende Phase.
Was passiert mit den Oliven zwischen Baum und Öl?
Verarbeitung am Erntetag | Warum Zeit eine Rolle spielt
Pamako verarbeitet die geernteten Oliven nach eigenen Angaben noch am selben Tag.
Das ist ein konkreter Produktionsfaktor.
Oliven sind Früchte.
Nach der Ernte können unter ungünstigen Bedingungen Veränderungen beginnen.
Beschädigung.
Wärme.
Lange Zwischenlagerung.
Ungeeigneter Transport.
All das kann die spätere Ölqualität beeinflussen.
Deshalb gefällt mir bei Pamako besonders die Verbindung:
alte Bergolivenhaine auf der einen Seite.
Und:
konsequente Prozesskontrolle nach der Ernte auf der anderen Seite.
Verarbeitung unter 26 Grad Celsius | Was Pamako selbst angibt
Pamako nennt für die Verarbeitung Temperaturen von:
unter 26 Grad Celsius.
Auf den aktuellen Green Agora Produktseiten wird Gold und Silver als Kaltextraktion unter 27 Grad Celsius beschrieben.
Für die rechtlich vorbehaltene Angabe:
Kaltextraktion
gilt in der Europäischen Union:
Sie darf bei Nativem Olivenöl extra beziehungsweise Nativem Olivenöl verwendet werden, wenn die Gewinnung durch Perkolation oder Zentrifugierung der Olivenmasse bei unter:
27 Grad Celsius
erfolgt.
Die Formulierung:
erste Kaltpressung
ist dagegen einem anderen traditionellen Verfahren mit hydraulischer Presse vorbehalten.
Deshalb sollten diese beiden Begriffe nicht beliebig miteinander ausgetauscht werden.
Pamako entfernt den Olivenkern vor der Malaxation
Ein auffälliger Verarbeitungsschritt bei Pamako ist die Entfernung des Olivenkerns vor der Malaxation.
Anschließend wird die Olivenpaste weiterverarbeitet.
Die Malaxation dauert nach Angaben des Produzenten maximal ungefähr:
30 Minuten pro Charge.
Bei der Malaxation wird die Paste langsam bewegt, damit sich kleinere Öltröpfchen miteinander verbinden können.
Gleichzeitig laufen enzymatische und chemische Prozesse ab.
Deshalb interessieren mich bei einem Produzenten konkrete Angaben wie:
- Temperatur
- Dauer
- Sauerstoffkontakt
- Prozessführung
Solche Angaben erklären wesentlich mehr als ein allgemeiner Satz wie traditionell hergestellt.
Argon während der Malaxation | Tradition trifft moderne Prozessführung
Dieser Kontrast ist bei Pamako besonders interessant.
Auf der einen Seite stehen:
alte Tsounati Bäume in einer felsigen Berglandschaft.
Auf der anderen Seite beschreibt Pamako ein modernes Sauerstoffmanagement.
Während der Malaxation verwendet der Produzent nach eigener Angabe:
Argon.
Argon ist ein inertes Gas.
Ziel ist es, den Kontakt der Olivenpaste mit Sauerstoff zu reduzieren.
Sauerstoff kann oxidative Prozesse fördern.
Aber auch hier gilt:
Argon erzeugt keine Qualität aus schlechten Früchten.
Es ist eine technische Maßnahme, mit der vorhandenes Potenzial während eines Verarbeitungsschrittes geschützt werden soll.
Tradition und moderne Technik müssen keine Gegensätze sein.
Argon bei der Lagerung | Was die aktuelle Produzentenquelle sagt
Nach der Verarbeitung lagert Pamako seine Olivenöle laut eigener Produzentenbeschreibung temperaturkontrolliert in Edelstahltanks und geschützt vor Sonnenlicht.
Der Produzent gibt außerdem an, die Lagertanks mit:
Argon
zu füllen.
Das Ziel ist erneut, Sauerstoffkontakt zu reduzieren.
Für Olivenöl sind während der Lagerung besonders relevant:
- Sauerstoff
- Licht
- Wärme
- Zeit
Auch die lichtgeschützte Flasche kann später helfen, Lichteinwirkung zu reduzieren.
Aber:
Eine dunkle Flasche erzeugt keine Qualität.
Sie schützt das Öl lediglich vor einem wichtigen Belastungsfaktor.
Olivenöl richtig lagern | Licht, Wärme und Sauerstoff verstehen
Warum Argon und Stickstoff nicht einfach dasselbe Wort sind
Argon und Stickstoff können beide als Schutzgase eingesetzt werden.
Es handelt sich aber nicht um denselben Stoff.
Deshalb sollten Produktbeschreibungen hier konsistent sein.
Die aktuell abrufbare Pamako Produzentenbeschreibung nennt:
Argon während der Malaxation und Argon in den Lagertanks.
Wenn konkrete Herstellungsdetails kommuniziert werden, sollte immer die tatsächlich verwendete aktuelle Prozessführung des Produzenten zugrunde gelegt werden.
Bei technischen Angaben ist Präzision stärker als ein allgemeiner Marketingbegriff.
Pamako Analysewerte | Außergewöhnlich, aber immer probenspezifisch
Natürlich gehören Laborwerte zur Pamako Geschichte.
Die aktuellen Green Agora Produktseiten nennen für die derzeit kommunizierten Analysen:
| Pamako | Sortenkonzept | Gesamtphenole | Oleocanthal |
|---|---|---|---|
| Gold Bio | 100 Prozent Tsounati | 2081 mg pro kg | 1318 mg pro kg |
| Silver Bio | 60 Prozent Tsounati und 40 Prozent Koroneiki | 1466 mg pro kg | 758 mg pro kg |
Diese Werte sind analytisch außergewöhnlich interessant.
Aber ich möchte daraus keine unveränderliche Eigenschaft des Markennamens machen.
Olivenöl ist ein Naturprodukt.
Ernten unterscheiden sich.
Proben unterscheiden sich.
Analysezeitpunkte unterscheiden sich.
Methoden können sich unterscheiden.
Ein Analysewert gehört zu einer konkreten Probe.
Nicht für alle Ewigkeit zu einem Logo.
Die ausführliche analytische Einordnung gehört deshalb in den separaten Pamako Analyseartikel.
Pamako Laborwerte | Gold, Silver, Zertifikate und Ernten verstehen
High Phenolic | Ein wichtiges Profil, aber keine offizielle Olivenöl Güteklasse
Pamako ist international stark mit hohen Phenolwerten verbunden.
Das ist nachvollziehbar.
Die aktuell veröffentlichten Analysen sind außergewöhnlich.
Aber:
High Phenolic ist keine eigene gesetzliche Olivenöl Güteklasse.
Die rechtliche Güteklasse lautet bei diesen Produkten:
Natives Olivenöl extra.
Phenolwerte sind eine zusätzliche analytische Ebene.
Für mich ist deshalb die stärkere Beschreibung nicht einfach:
High Phenolic.
Sondern:
Welche Sorte, welche Ernte, welche Probe und welche konkreten Werte?
Genau das macht eine außergewöhnliche Zahl nachvollziehbar.
Oleocanthal | Wenn Pamako im Rachen pfeffrig wird
Beim bewussten Probieren von Pamako kann eine deutliche pfeffrige Rachenwahrnehmung entstehen.
Eine Verbindung, die dabei besonders interessant ist, heißt:
Oleocanthal.
Oleocanthal steht wissenschaftlich mit einer charakteristischen reizenden beziehungsweise pfeffrigen Wahrnehmung im hinteren Mund und im Rachen in Verbindung.
Aber:
Die Kehle ist kein Labor.
Ich kann Schärfe wahrnehmen.
Ich kann daraus keine zuverlässige Konzentration in mg pro kg bestimmen.
Deshalb gilt bei Green Agora:
Meine Kehle erkennt Schärfe.
Das Labor bestimmt Milligramm.
Sensorik | Bitterkeit und Schärfe sind bei Olivenöl positiv
Der Internationale Olivenrat führt bei nativem Olivenöl unter anderem folgende positive Attribute:
- Fruchtigkeit
- Bitterkeit
- Schärfe
Bitterkeit ist dabei nicht dasselbe wie Schärfe.
Schärfe wird als beißende taktile Empfindung beschrieben und ist besonders charakteristisch für Olivenöle aus frühen Erntephasen und überwiegend noch unreifen Oliven.
Sie kann besonders im Hals wahrgenommen werden.
Das passt sehr gut zur Pamako Welt.
Aber auch hier baue ich keine einfache Rangliste.
Mehr Schärfe bedeutet nicht automatisch höhere Gesamtqualität.
Sensorische Qualität ist mehrdimensional.
Fruchtigkeit.
Bitterkeit.
Schärfe.
Balance.
Fehlerfreiheit.
Aromatischer Charakter.
Ein gutes Olivenöl ist mehr als eine einzelne sensorische Intensität.
Pamako sollte man irgendwann probieren
Ich kann sehr lange über Pamako schreiben.
Über Selino.
Über die Felsen.
Über alte Tsounati Bäume.
Über Koroneiki.
Über frühe Ernte.
Über Entkernung.
Über Argon.
Über Polyphenole.
Aber irgendwann erreicht Text seine Grenze.
Dann braucht man ein Glas.
Wenn Sie Gold und Silver nebeneinander probieren, achten Sie beispielsweise auf:
- Fruchtigkeit
- Aromatik
- Bitterkeit
- Schärfe
- Position der Rachenwahrnehmung
- Dauer des Nachhalls
- Balance
- persönliche Vorliebe
Vielleicht erwarten Sie wegen der höheren Analysewerte, dass Gold automatisch Ihr Favorit wird.
Und vielleicht gefällt Ihnen nach der Verkostung Silver besser.
Genau deshalb ist Sensorik so wichtig.
Analyse beschreibt die Probe.
Sensorik beschreibt die Wahrnehmung.
Wie verwende ich Pamako Gold?
Durch seinen intensiven Charakter würde ich Gold besonders dort einsetzen, wo Tsounati nicht vollständig im Gericht verschwinden soll.
Zum Beispiel zu:
- Tomaten
- Feta
- kräftigen Salaten
- Brot
- Hülsenfrüchten
- gegrilltem Gemüse
- Suppen als Finish
- Fisch als Finish
- mediterranen Vorspeisen
Natürlich lässt sich Gold auch in der Küche verwenden.
Bei einer so charaktervollen Flasche finde ich es aber besonders interessant, wenn ein Teil der Aromatik bewusst wahrnehmbar bleibt.
Gold darf im Gericht eine Stimme behalten.
Wie verwende ich Pamako Silver?
Silver kann für Menschen interessant sein, die Pamako vielseitig in ihre Küche integrieren möchten.
Zum Beispiel zu:
- Salaten
- Tomaten
- Pasta
- Gemüse
- Fisch
- Brot
- mediterranen Vorspeisen
- fertigen Gerichten als Finish
Das ist keine starre Küchenregel.
Es ist eine sensorische Orientierung.
Am Ende entscheidet der eigene Geschmack.
Pamako entdecken | Einzelflasche, Vergleich oder Sparpaket
Für mich gibt es bei Pamako drei unterschiedliche Kaufphasen.
1 | Einzelflasche zum Kennenlernen
Wenn Sie Pamako noch nie probiert haben, ist eine Einzelflasche häufig der sinnvollste Einstieg.
Tsounati möglichst unmittelbar kennenlernen:
Pamako Gold Bio 500 ml entdecken
Tsounati und Koroneiki gemeinsam kennenlernen:
Pamako Silver Bio 500 ml entdecken
2 | Vergleich zum Verstehen
Wer Gold und Silver bewusst nebeneinander verkostet, versteht die beiden Konzepte meist schneller als durch viele Seiten Text.
Reine Tsounati.
Gegen:
Tsounati plus Koroneiki.
Für aktuelle Geschenkboxen und Vergleichszusammenstellungen sollte immer die jeweilige Produktseite geprüft werden, da Inhalte und Flaschengrößen verändert werden können.
Aktuelle GreenLife Boxen entdecken
Eine gute Vergleichsbox kann mehr sein als Verpackung.
Sie kann ein Lernprodukt sein.
3 | Sparpaket, wenn der Favorit feststeht
Wenn Gold oder Silver bereits bekannt ist und regelmäßig verwendet wird, verändert sich die Kaufentscheidung.
Dann geht es weniger um Entdeckung.
Dann geht es um den Favoriten.
Pamako Gold Bio | 3 x 500 ml:
Pamako Gold Sparpaket entdecken
Pamako Silver Bio | 3 x 500 ml:
Pamako Silver Sparpaket entdecken
Einzelflasche | entdecken.
Vergleich | verstehen.
Sparpaket | Favorit nachkaufen.
Pamako Bio | Was diese Information bedeutet
Pamako Gold und Silver werden bei Green Agora als bio zertifizierte Native Olivenöle extra angeboten.
Green Agora nennt als Kontrollstelle:
DE ÖKO 007.
Bio ist ein wichtiges eigenes Produktmerkmal.
Aber auch hier sollten unterschiedliche Ebenen getrennt bleiben.
Bio bedeutet nicht automatisch hoher Polyphenolgehalt.
Bio bedeutet nicht automatisch intensive Schärfe.
Bio bedeutet nicht automatisch bessere Sensorik als jedes nicht bio zertifizierte Olivenöl.
Bei Pamako treffen Bio Zertifizierung und weitere besondere Produktmerkmale gleichzeitig zusammen.
Genau die Kombination macht das Produkt interessant.
Pamako Wildoliven | Häufige Fragen
Hat Pamako wirklich Wildoliven?
Bei Green Agora verwenden wir den Begriff Pamako Wildoliven für die von Pamako beschriebenen Tsounati Bäume, die größtenteils natürlich beziehungsweise wild um und zwischen den Felsen wachsen.
Welche Sorte sind die Pamako Wildoliven?
Tsounati.
Ist Tsounati eine eigene botanische Wildolivenart?
Das behaupten wir nicht. Wild beschreibt in diesem Beitrag die von Pamako dokumentierte natürliche Wuchsform vieler Tsounati Bäume in der felsigen Berglandschaft.
Wo wachsen die Pamako Oliven?
In Selino im Südwesten Kretas in der Region Chania.
Wie hoch liegen die Haine?
Pamako nennt ungefähr 500 bis 700 Meter über dem Meeresspiegel.
Wie alt sind die Bäume?
Der Produzent nennt ein durchschnittliches Alter von ungefähr 200 Jahren.
Wie hoch werden die Bäume?
Pamako nennt im Durchschnitt ungefähr 11 Meter. Einzelne Exemplare können nach Produzentenangabe ungefähr 20 Meter erreichen.
Welche Olivensorte besitzt Pamako Gold?
100 Prozent Tsounati.
Welche Sorten besitzt Pamako Silver?
60 Prozent Tsounati und 40 Prozent Koroneiki.
Ist Gold besser als Silver?
Nicht automatisch. Gold ist eine monovarietale Tsounati Edition. Silver kombiniert Tsounati und Koroneiki. Die Wahl hängt auch von der persönlichen sensorischen Vorliebe ab.
Wird Pamako von Hand geerntet?
Ja. Der Produzent beschreibt Handernte mit elektrischen Erntehilfen. Bei hohen Bäumen steigen Arbeiter teilweise in die Baumkrone.
Wann beginnt die Ernte?
Pamako beschreibt üblicherweise einen Beginn Anfang Oktober, während die Früchte noch hellgrün sind.
Werden die Oliven am selben Tag verarbeitet?
Ja. Nach Angaben von Pamako erfolgt die Verarbeitung am Erntetag.
Welche Temperatur nennt Pamako?
Der Produzent nennt für die Verarbeitung Temperaturen unter 26 Grad Celsius.
Werden die Olivenkerne entfernt?
Ja. Pamako beschreibt eine Entkernung vor der Malaxation.
Wie lange dauert die Malaxation?
Maximal ungefähr 30 Minuten pro Charge nach Produzentenangabe.
Welches Schutzgas nennt Pamako?
Argon. Der Produzent beschreibt Argon während der Malaxation und bei der Lagerung in Edelstahltanks.
Hat Pamako hohe Phenolwerte?
Ja. Die aktuell veröffentlichten Green Agora Analysen nennen sehr hohe Werte. Diese Zahlen gehören jedoch zur jeweils untersuchten Probe und können sich zwischen Ernten und Analysen verändern.
Wie hoch sind die aktuellen Werte von Pamako Gold?
Die aktuelle Green Agora Produktseite nennt 2081 mg pro kg Gesamtphenole und 1318 mg pro kg Oleocanthal.
Wie hoch sind die aktuellen Werte von Pamako Silver?
Die aktuelle Green Agora Produktseite nennt 1466 mg pro kg Gesamtphenole und 758 mg pro kg Oleocanthal.
Kann ich Pamako pur probieren?
Ja. Pamako kann bewusst pur verkostet und kulinarisch genossen werden. Das ist eine sensorische Verwendung und keine medizinische Therapie.
Warum Pamako für mich mehr ist als eine Analysezahl
Hohe Phenolwerte sind ein wichtiger Teil der Pamako Geschichte.
Aber wenn ich dort aufhöre, verliere ich vieles.
Ich verliere:
Selino.
Die Felsen.
Die alten Bäume.
Tsounati.
Koroneiki.
Die Handernte.
Die frühe Ernte.
Die Verarbeitung am Erntetag.
Die Entkernung.
Die Prozesskontrolle.
Das Argon.
Gold.
Silver.
Und schließlich:
den Menschen, der entscheidet, welches dieser Olivenöle ihm tatsächlich gefällt.
Genau deshalb soll dieser Artikel kein zweiter Laborartikel sein.
Die Analytik hat ihren eigenen Platz.
Hier steht die Welt hinter Pamako im Mittelpunkt.
Ayhans persönliche Einordnung | Warum ich bei Pamako zuerst über Tsounati und die Berge spreche
Wenn ich eine Flasche Pamako vor mir stehen habe, könnte ich sofort eine große Zahl nennen.
2081 mg pro kg.
1318 mg pro kg Oleocanthal.
Das sind aktuelle und analytisch außergewöhnliche Werte bei Gold.
Sie dürfen genannt werden.
Aber ich würde trotzdem zuerst sagen:
Schau dir an, wo diese Oliven wachsen.
Dort stehen alte Tsounati Bäume.
Natürlich zwischen Felsen.
In einer schwer zugänglichen Berglandschaft.
Manche Bäume sind so hoch, dass Menschen zur Ernte in die Baumkrone steigen.
Die Oliven werden früh geerntet.
Am selben Tag verarbeitet.
Der Kern wird vor der Malaxation entfernt.
Die Malaxation wird zeitlich begrenzt.
Pamako arbeitet dabei nach eigener Angabe mit Argon.
Und am Ende entstehen zwei sehr unterschiedliche Produkte.
Gold aus reiner Tsounati.
Silver aus Tsounati und Koroneiki.
Das ist für mich Pamako.
Tsounati.
Landschaft.
Produzent.
Handwerk.
Technik.
Sensorik.
Analyse.
Mensch.
Alles gehört zusammen.
Aber nicht alles muss in jedem Moment dieselbe Hauptrolle spielen.
Eine außergewöhnliche Analysezahl wird für mich erst richtig interessant, wenn ich verstehe, welche Olive und welche Arbeit dahinterstehen.
Ayhan von Green Agora
Weiterlesen | Pamako und Premium Olivenöl verstehen
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Pamako bei Green Agora entdecken
Pamako Gold Bio | 100 Prozent Tsounati
Pamako Gold Bio 500 ml entdecken
Pamako Silver Bio | Tsounati und Koroneiki
Pamako Silver Bio 500 ml entdecken
Pamako Gold Sparpaket
Pamako Gold Bio 3 x 500 ml entdecken
Pamako Silver Sparpaket
Pamako Silver Bio 3 x 500 ml entdecken
Weitere Premium Olivenöle
Pamako im Green Agora Olivenöl Showroom
Gerade bei Pamako kann eine direkte Verkostung sehr viel erklären.
Eine mögliche Reihenfolge ist:
Silver zuerst.
Danach:
Gold.
Anschließend kann ein vollkommen anderes Olivenöl folgen.
Zum Beispiel Kalamon.
Oder eine Koroneiki eines anderen Produzenten.
So wird aus Theorie ein tatsächlicher Sortenvergleich.
Persönliche Olivenölberatung | Welches Pamako passt zu Ihnen?
Wenn Sie zwischen Gold, Silver oder einem Sparpaket wählen möchten, können wir gemeinsam genauer hinschauen.
Mich interessieren beispielsweise:
- welche Olivenöle Sie bereits kennen
- wie viel Bitterkeit Sie mögen
- wie Sie pfeffrige Schärfe wahrnehmen
- ob Sie reine Tsounati kennenlernen möchten
- ob Sie Tsounati und Koroneiki miteinander vergleichen möchten
- ob Sie Olivenöl bewusst pur probieren
- ob Sie es vor allem kulinarisch verwenden
- ob Sie zunächst entdecken oder bereits Vorrat kaufen möchten
Das ist keine medizinische Beratung.
Es ist persönliche Olivenölberatung.
WhatsApp: +49 175 9009341
E Mail: info@greenagora.de
Fachliche und produktbezogene Grundlage
- Pamako | Bergolivenhaine in Selino
- Pamako | Tsounati, natürliche Wuchsform und Koroneiki
- Pamako | Ernte, Entkernung, Argon und Lagerung
- Pamako | Monovarietal aus 100 Prozent Tsounati
- Pamako | Blend aus 60 Prozent Tsounati und 40 Prozent Koroneiki
- International Olive Council | Sensorische Standards und Prüfmethoden
- EUR Lex | Kaltextraktion und Kennzeichnung von Olivenöl
Die zentrale Einordnung dieses Ratgebers lautet:
Pamako verbindet wild beziehungsweise natürlich zwischen Felsen wachsende alte Tsounati Bäume mit früher Handernte und einer technisch kontrollierten Verarbeitung.
Gold und Silver sind dabei keine Qualitätsstufen, sondern zwei unterschiedliche Sortenkonzepte.