Die Kalamon Olive gehört zu den bekanntesten Oliven Griechenlands.
Viele Menschen kennen sie als große, dunkle Tafelolive aus Salaten, Vorspeisen und der mediterranen Küche.
Doch Kalamon kann noch etwas anderes.
Aus dieser berühmten Tafelolivensorte lässt sich ein außergewöhnlich charaktervolles natives Olivenöl extra herstellen.
Genau diese weniger bekannte Seite der Kalamon zeigt Kouros of Zeus Rot aus Krokes in Lakonien auf dem südlichen Peloponnes.
Die Früchte werden bewusst früher geerntet, als wenn sie später als dunkle Tafeloliven verarbeitet würden.
Dadurch entsteht ein vollkommen anderes Produkt.
Aktuell dokumentiert Green Agora für Kouros of Zeus Rot:
- 835 mg Gesamtpolyphenole pro kg
- 649 mg Oleocanthal pro kg
- 69 mg Oleacein pro kg
- 0,14 Prozent Säuregehalt
- Fruchtigkeit 4,3
- Bitterkeit 3,0
- Schärfe 4,0
Diese Werte sind bereits bemerkenswert.
Doch nach einem tieferen Blick in die Forschung wird Kalamon noch interessanter.
Größere wissenschaftliche Datensätze zeigen, dass die Sorte ein außergewöhnliches genetisches Potenzial für hohe Oleocanthalwerte besitzen kann.
Kalamon Olivenöl | Die wichtigsten Fakten zu Kouros of Zeus Rot
| Merkmal | Kouros of Zeus Rot |
|---|---|
| Olivensorte | Kalamon |
| Herkunft | Krokes, Lakonien, Peloponnes, Griechenland |
| Produzent | Familie Christakos |
| Ernte | Frühernte |
| Güteklasse | Natives Olivenöl extra |
| Gesamtpolyphenole | 835 mg pro kg |
| Oleocanthal | 649 mg pro kg |
| Oleacein | 69 mg pro kg |
| Säuregehalt | 0,14 Prozent |
| Fruchtigkeit | 4,3 |
| Bitterkeit | 3,0 |
| Schärfe | 4,0 |
| Bio zertifiziert | Nein |
Besonders auffällig ist das Verhältnis zwischen Schärfe und Bitterkeit.
Die Schärfe liegt bei 4,0, die Bitterkeit bei 3,0.
Das passt zu einem Olivenöl mit ausgeprägtem Oleocanthalprofil.
Es zeigt aber gleichzeitig:
Schärfe und Bitterkeit sind zwei unterschiedliche sensorische Eigenschaften.
Was ist Kalamon?
Kalamon ist eine traditionelle griechische Olivensorte.
Die Früchte sind vergleichsweise groß, länglich und entwickeln bei voller Reife ihre bekannte dunkle Farbe.
Gerade Größe, Textur, Form und Geschmack machen Kalamon weltweit zu einer bedeutenden Tafelolivensorte.
Wissenschaftlich wird die Sorte jedoch ausdrücklich als Olivensorte beschrieben, die sowohl für Tafeloliven als auch für die Herstellung von Olivenöl verwendet werden kann.
Der überwiegende Teil der hochwertigen Früchte wird traditionell für Tafeloliven genutzt.
Das erklärt, warum Kalamon als Olivenölsorte wesentlich weniger bekannt ist.
Genau darin liegt der Reiz von Kouros of Zeus Rot.
Eine weltweit bekannte Tafelolive wird hier bewusst in einem anderen Reifestadium geerntet und zu Premium Olivenöl verarbeitet.
Kalamon oder Kalamata | Ein wichtiger Unterschied
Die Begriffe Kalamon und Kalamata werden im Alltag häufig miteinander vermischt.
Für eine fachlich saubere Beschreibung sollten mehrere Dinge getrennt werden.
Kalamon ist die Olivensorte.
Daneben existieren in der Europäischen Union geschützte geografische Bezeichnungen mit Kalamata im Namen.
Eine davon betrifft die bekannte Tafelolive:
Elia Kalamatas.
Diese Bezeichnung ist eine geschützte Ursprungsbezeichnung.
Für Oliven außerhalb des entsprechenden geschützten Herkunftsgebietes ist Kalamon daher die klare Sortenbezeichnung.
Kouros of Zeus stammt aus Krokes in Lakonien.
Deshalb sprechen wir bei Green Agora bewusst von:
Kalamon.
Kalamon Olivenöl ist nicht dasselbe wie Kalamata g.U. Olivenöl
Hier entsteht eine besonders interessante Verwechslungsgefahr.
Es gibt nämlich zusätzlich ein europäisch geschütztes natives Olivenöl extra mit der Bezeichnung:
Kalamata g.U.
Man könnte vermuten, dieses Olivenöl werde hauptsächlich aus Kalamon hergestellt.
Das ist jedoch nicht der Fall.
Die offizielle Produktspezifikation für Kalamata g.U. Olivenöl sieht vor:
hauptsächlich Koroneiki und höchstens 5 Prozent Mastoidis.
Damit müssen drei Begriffe getrennt werden:
- Kalamon als Olivensorte
- Elia Kalamatas als geschützte Tafelolive
- Kalamata g.U. Olivenöl als geschütztes Olivenöl hauptsächlich aus Koroneiki
Kouros of Zeus Rot ist dagegen ein Kalamon Olivenöl aus Krokes in Lakonien.
Diese Unterscheidung ist nicht nur sprachlich interessant. Sie verhindert auch, dass Olivensorte und geschützte Herkunft miteinander verwechselt werden.
Warum Kalamon überwiegend als Tafelolive verwendet wird
Die Früchte der Kalamon besitzen Eigenschaften, die sie für die Verarbeitung als Tafelolive besonders attraktiv machen.
Dazu gehören:
- große Früchte
- längliche Form
- feste Textur
- charakteristische dunkle Farbe bei voller Reife
- eigenständiger Geschmack
Deshalb ist es wirtschaftlich häufig sinnvoller, die Früchte als hochwertige Tafeloliven zu vermarkten.
Für Premium Olivenöl muss der Produzent eine andere Entscheidung treffen.
Er verzichtet darauf, die Olive bis zur typischen dunklen Tafelreife am Baum zu lassen.
Stattdessen wird früher geerntet.
Damit verändert sich die gesamte wirtschaftliche und sensorische Logik der Sorte.
Frühernte Kalamon | Weniger Ausbeute gegen mehr Intensität
Je früher eine Olive geerntet wird, desto geringer ist häufig die Olivenölausbeute.
Die Frucht hat zu diesem Zeitpunkt noch nicht die maximale Menge Olivenöl eingelagert.
Gleichzeitig kann eine frühe Ernte je nach Sorte und Bedingungen mit einem ausgeprägteren Phenolprofil verbunden sein.
Gerade bei Kalamon ist dieser Zusammenhang besonders interessant.
Im europäischen Forschungsprojekt ARISTOIL wurden bei sehr früh im September geernteter Kalamon Oleocanthalwerte von mehr als 1000 mg pro kg beobachtet.
Gleichzeitig konnten Gesamtphenolwerte von mehr als 1500 mg pro kg auftreten.
Die andere Seite dieses Ansatzes:
Der Olivenölgehalt der sehr frühen Früchte konnte unter 5 Prozent liegen.
Das verdeutlicht den wirtschaftlichen Zielkonflikt.
Der Produzent kann später ernten und mehr Olivenöl gewinnen.
Oder er kann sehr früh ernten und damit je nach Sorte und Jahr andere phenolische und sensorische Eigenschaften anstreben.
Frühernte bedeutet deshalb häufig weniger Menge pro Kilogramm Olive und einen höheren Aufwand pro Liter fertigem Premium Olivenöl.
Kalamon und Oleocanthal | Was große Analysedaten zeigen
Die Verbindung zwischen Kalamon und Oleocanthal ist nicht nur bei Kouros of Zeus interessant.
Eine groß angelegte wissenschaftliche Auswertung von griechischen Olivenölen untersuchte tausende Proben mittels quantitativer NMR Analyse.
Für den Sortenvergleich standen unter anderem 59 Kalamon Olivenöle und 2649 Koroneiki Olivenöle zur Verfügung.
Der mittlere Oleocanthalwert betrug:
Kalamon: 482,6 mg pro kg.
Koroneiki: 136,8 mg pro kg.
Kalamon besaß damit unter den in diesem Datensatz verglichenen Sorten den höchsten mittleren Oleocanthalwert.
Auch beim analysierten Gesamtphenolgehalt lag Kalamon mit einem Mittelwert von rund 769,9 mg pro kg sehr weit oben.
Das bedeutet nicht, dass jedes Kalamon Olivenöl automatisch diese Werte erreicht.
Es zeigt jedoch:
Die Sorte besitzt ein bemerkenswertes Potenzial für stark ausgeprägte phenolische Profile.
Einzelne Kalamon Olivenöle können noch wesentlich höher liegen
Der große Datensatz zeigte nicht nur hohe Durchschnittswerte.
Auch einzelne Kalamon Proben erreichten außergewöhnliche Konzentrationen.
In der Studie wurden Kalamon Olivenöle mit Oleocanthalwerten von deutlich über 2000 mg pro kg dokumentiert.
In der internationalen Gesamtdatenbank der Untersuchung wurde sogar eine Kalamon Probe aus Zypern mit mehreren tausend Milligramm analysierten phenolischen Verbindungen pro kg beschrieben.
Solche Extremwerte sind kein normaler Standard und sollten nicht als Erwartung für jedes Kalamon Olivenöl verstanden werden.
Sie zeigen jedoch eindrucksvoll:
Kalamon ist chemisch eine wesentlich spannendere Olivenölsorte, als ihr Ruf als reine Tafelolive vermuten lässt.
Eine neuere Untersuchung bestätigt das Potenzial von Kalamon
Auch eine Untersuchung von Olivenölen aus der griechischen Region Epirus zeigte dasselbe Muster.
Die beiden Proben mit dem höchsten Oleocanthalgehalt stammten dort aus Kalamon.
Gemessen wurden:
- 863 mg Oleocanthal pro kg
- 712 mg Oleocanthal pro kg
Die zugehörigen analysierten Gesamtphenolgehalte lagen bei:
- 1100 mg pro kg
- 1039 mg pro kg
Auch diese Untersuchung beweist nicht, dass Kalamon unter allen Umständen die oleocanthalreichste Sorte ist.
Aber mehrere unabhängige Datensätze weisen in dieselbe Richtung:
Kalamon kann ein außergewöhnliches Oleocanthalpotenzial entwickeln.
Wie ordnen wir die 649 mg von Kouros of Zeus ein?
Kouros Rot besitzt aktuell 649 mg Oleocanthal pro kg.
Dieser Wert passt grundsätzlich sehr gut zu dem wissenschaftlich dokumentierten Potenzial der Sorte.
Wir würden daraus jedoch keine direkte Rangliste ableiten.
Warum?
Analysewerte können sich unterscheiden durch:
- Analyseverfahren
- Labor
- Erntejahr
- Reifegrad
- Probenzeitpunkt
- Lagerungsdauer
Deshalb sollten beispielsweise 649 mg aus einer konkreten Kouros Analyse nicht ohne Prüfung der Methodik direkt gegen den Mittelwert einer anderen wissenschaftlichen Datenbank ausgespielt werden.
Die korrekte Aussage lautet:
Kouros Rot besitzt aktuell einen sehr hohen dokumentierten Oleocanthalwert, der zugleich gut zu dem in der Forschung beobachteten hohen Potenzial der Kalamon Sorte passt.
Die Sorte allein erzeugt keine 649 mg Oleocanthal
Die Forschung zu Oleocanthal zeigt inzwischen sehr deutlich:
Der spätere Laborwert entsteht nicht einfach nur durch die Genetik der Kalamon.
Die Frucht liefert wichtige Vorläuferstoffe.
Während der Olivenölherstellung werden Zellstrukturen aufgebrochen und natürliche Enzyme aktiv.
Bei Oleocanthal spielt unter anderem der Ligstrosid Stoffwechsel eine wichtige Rolle.
Während Zerkleinerung und Malaxation entstehen daraus über mehrere Reaktionsschritte die später im nativen Olivenöl gemessenen Secoiridoide.
Deshalb entsteht das konkrete Profil durch:
Kalamon plus Reifegrad plus Ernte plus Fruchtqualität plus Mühle plus Enzyme plus Malaxation plus Lagerung.
Das ist ein wichtiger Grund, warum zwei Kalamon Olivenöle vollkommen unterschiedliche Oleocanthalwerte besitzen können.
Oleocanthal im Olivenöl | Entstehung, Schärfe und Analysewerte
Kouros of Zeus | Die Familie hinter dem Kalamon Olivenöl
Kouros of Zeus stammt von der Familie Christakos aus Krokes in Lakonien.
Die Familie verbindet ihre Geschichte seit mehreren Generationen mit dem Olivenanbau.
Für die Kalamon Edition wird eine Frucht, die traditionell vor allem als Tafelolive genutzt wird, bewusst früher geerntet.
Der Produzent beschreibt das Konzept als eine innovative Kalamon Extraktion.
Die Ernte beginnt früher, als wenn die Früchte zum Essen bestimmt wären.
Anschließend sollen die Oliven möglichst unmittelbar zu Olivenöl verarbeitet werden.
Die Innovation besteht damit nicht darin, eine neue Olivensorte zu erfinden, sondern eine weltbekannte Sorte anders zu betrachten.
Krokes in Lakonien | Nicht Kalamata
Kouros of Zeus Rot stammt aus Krokes in Lakonien.
Das ist für die Einordnung wichtig.
Die Sorte heißt Kalamon.
Der Herkunftsort des Olivenöls ist Krokes.
Damit sollten Verbraucher nicht automatisch aus dem Sortennamen Kalamon auf Kalamata als Herkunft schließen.
Sorte und geografische Herkunft sind zwei verschiedene Informationen.
Wie schmeckt Kouros of Zeus Rot?
Die aktuelle Green Agora Sensorik beschreibt:
- Fruchtigkeit 4,3
- Bitterkeit 3,0
- Schärfe 4,0
Zu den beschriebenen Aromaeindrücken gehören:
- frische Kräuter
- Tomatenblatt
- Nüsse
- grünes Gras
- Olivenbaumblatt
- grüne Mandel
Damit besitzt Kouros Rot ein deutlich grünes und pfeffriges Profil.
Besonders interessant ist, dass die Schärfe stärker wahrgenommen wird als die Bitterkeit.
Das unterscheidet Kouros Rot beispielsweise von sehr bitteren und gleichzeitig sehr scharfen Olivenölen wie Pamako Gold.
Warum 649 mg Oleocanthal und Schärfe 4,0 kein Widerspruch sind
Auf den ersten Blick könnte man erwarten:
Ein Olivenöl mit 649 mg Oleocanthal müsste automatisch wesentlich schärfer schmecken als jedes Olivenöl mit niedrigerem Wert.
So einfach funktioniert Sensorik nicht.
Die Wahrnehmung wird beeinflusst durch:
- Oleocanthal
- weitere phenolische Verbindungen
- Fruchtigkeit
- Bitterkeit
- flüchtige Aromastoffe
- Temperatur bei der Verkostung
- individuelle Empfindlichkeit
Ein besonders gutes Beispiel liefert Kouros selbst.
Kouros Rot besitzt aktuell 649 mg Oleocanthal und Schärfe 4,0.
Kouros Schwarz aus Koroneiki besitzt aktuell 107 mg Oleocanthal und ebenfalls Schärfe 4,0.
Damit sehen wir direkt: Eine sensorische Schärfezahl kann nicht in einen Oleocanthalwert umgerechnet werden.
Genau deshalb brauchen wir sowohl Laboranalyse als auch Sensorik.
Kalamon gegen Koroneiki | Derselbe Produzent, andere Chemie
Der Vergleich von Kouros Rot und Kouros Schwarz ist besonders wertvoll.
| Merkmal | Kouros Rot | Kouros Schwarz |
|---|---|---|
| Olivensorte | Kalamon | Koroneiki |
| Gesamtpolyphenole | 835 mg pro kg | 654 mg pro kg |
| Oleocanthal | 649 mg pro kg | 107 mg pro kg |
| Oleacein | 69 mg pro kg | 69 mg pro kg |
| Fruchtigkeit | 4,3 | 4,5 |
| Bitterkeit | 3,0 | 3,1 |
| Schärfe | 4,0 | 4,0 |
Sensorisch liegen die beiden Editionen erstaunlich nah zusammen.
Chemisch unterscheiden sich ihre dokumentierten Oleocanthalwerte dagegen massiv.
Genau solche Vergleiche machen eine Multi Produzenten und Multi Sorten Auswahl besonders wertvoll.
Kalamon gegen Smertolia | Zwei seltenere Perspektiven aus Krokes
Die dritte Kouros Edition bei Green Agora wird aus Smertolia hergestellt.
Aktuell dokumentieren wir:
Kouros Kalamon Rot:
- 835 mg Gesamtpolyphenole pro kg
- 649 mg Oleocanthal pro kg
Kouros Smertolia Limited Edition:
- 691 mg Gesamtpolyphenole pro kg
- 171 mg Oleocanthal pro kg
Damit zeigt ein einziger Produzent bereits drei vollkommen verschiedene Olivensortenwelten:
Kalamon, Koroneiki und Smertolia.
Der ausführliche Vergleich gehört bewusst in unseren großen Kouros Marken Hub.
0,14 Prozent Säure | Was bedeutet der Wert?
Kouros Rot besitzt aktuell einen dokumentierten freien Säuregehalt von 0,14 Prozent.
Das liegt deutlich unter dem gesetzlichen Höchstwert für natives Olivenöl extra.
Ein niedriger Säuregehalt kann mit gesunden Früchten und sorgfältiger Verarbeitung vereinbar sein.
Trotzdem darf daraus keine alleinige Qualitätsrangliste entstehen.
0,14 Prozent bedeutet nicht:
doppelt so gutes Olivenöl wie 0,28 Prozent.
Für eine vollständige Qualitätsbewertung sind zusätzlich relevant:
- Sensorik
- Peroxidzahl
- UV Parameter
- Frische
- Lagerung
- Olivensorte
- Verarbeitung
Was bedeutet HOCO bei Kouros Rot?
Kouros Rot wird bei Green Agora auch mit der Bezeichnung HOCO geführt.
Damit wird der besondere Fokus auf einen hohen Oleocanthalgehalt beschrieben.
Wichtig ist:
HOCO ist keine gesetzliche europäische Güteklasse.
Es existiert keine einheitliche EU Grenze, ab der ein Olivenöl automatisch als HOCO klassifiziert wird.
Deshalb ist die konkrete Analyse für uns informativer.
Bei Kouros Rot lautet sie aktuell:
649 mg Oleocanthal pro kg.
Ist Kouros of Zeus Rot Bio?
Nein.
Kouros Rot ist aktuell nicht Bio zertifiziert.
Das bedeutet nicht, dass es deshalb qualitativ schlechter wäre.
Bio Zertifizierung und chemische beziehungsweise sensorische Qualität sind unterschiedliche Bewertungsebenen.
Ein Bio Olivenöl kann hohe oder niedrige Polyphenolwerte besitzen.
Ein nicht Bio zertifiziertes Olivenöl kann ebenfalls hervorragende sensorische und analytische Eigenschaften aufweisen.
Kouros Rot und der EU Health Claim | Was 835 mg nicht automatisch beweisen
Für geeignete Olivenöle existiert in der Europäischen Union eine zugelassene gesundheitsbezogene Angabe:
Olivenölpolyphenole tragen dazu bei, die Blutfette vor oxidativem Stress zu schützen.
Die Angabe darf nur verwendet werden, wenn das konkrete Olivenöl mindestens:
5 mg Hydroxytyrosol und dessen Derivate je 20 g Olivenöl
enthält.
Zusätzlich muss darüber informiert werden, dass sich die positive Wirkung bei einer täglichen Aufnahme von 20 g Olivenöl einstellt.
Weder:
835 mg Gesamtpolyphenole pro kg
noch:
649 mg Oleocanthal pro kg
sind allein ein automatischer Nachweis dieser Voraussetzung.
Für die konkrete Claim Verwendung ist eine geeignete produktspezifische Analyse der relevanten Verbindungen entscheidend.
Warum 835 mg nicht einfach zu 16,7 mg Health Claim Wert werden
835 mg pro kg ergeben mathematisch 16,7 mg pro 20 g.
Das ist eine korrekte mathematische Umrechnung.
Sie sagt jedoch zunächst nur:
20 g enthalten rechnerisch 16,7 mg des als Gesamtwert angegebenen Analyseumfangs.
Sie beweist nicht, dass diese gesamte Menge aus den für den EU Health Claim relevanten Hydroxytyrosol und Derivat Verbindungen besteht.
Deshalb verwendet Green Agora diese einfache Rechnung nicht als alleinigen Claim Nachweis.
Kann man Kalamon Olivenöl pur trinken?
Ja.
Kouros Rot eignet sich besonders gut für eine bewusste Verkostung.
Beim puren Genuss treten besonders deutlich hervor:
- Fruchtigkeit
- grüne Aromatik
- Bitterkeit
- pfeffrige Schärfe
- Nachhall
Für Menschen, die bisher nur sehr milde Olivenöle kennen, kann das Profil zunächst überraschend wirken.
Gerade dadurch wird Kalamon aber interessant.
Die bekannte Tafelolive entwickelt als Olivenöl eine vollkommen neue Persönlichkeit.
Kouros Rot in der Küche
Kouros Rot eignet sich nicht nur zum puren Genuss.
Sein charaktervolles Kalamon Profil passt besonders gut zu:
- Tomaten
- Feta
- griechischem Bauernsalat
- Hülsenfrüchten
- gegrilltem Gemüse
- Fisch
- Pasta
- Brot
- Suppen als Finish
- warmen Gerichten als Finish
Wer das besondere Profil bewusst erleben möchte, sollte Kouros Rot dort einsetzen, wo das Olivenöl selbst geschmacklich wahrnehmbar bleibt.
Kouros Rot oder Pamako Gold | Kalamon gegen Tsounati
Ein besonders spannender Vergleich bei Green Agora ist Kouros Rot gegen Pamako Gold.
Kouros Rot:
- Kalamon
- 835 mg Gesamtpolyphenole pro kg
- 649 mg Oleocanthal pro kg
- Bitterkeit 3,0
- Schärfe 4,0
Pamako Gold:
- Tsounati
- 2081 mg Gesamtpolyphenole pro kg
- 1318 mg Oleocanthal pro kg
- Bitterkeit 4,8
- Schärfe 4,9
Pamako Gold liegt analytisch deutlich höher.
Aber daraus folgt nicht:
Pamako ist automatisch besser und Kouros automatisch schlechter.
Es handelt sich um zwei unterschiedliche Olivensorten, Regionen und sensorische Profile.
Der interessante Vergleich lautet deshalb Tsounati gegen Kalamon und nicht nur 2081 gegen 835.
Ayhans Einordnung | Warum Kalamon für mich eine besondere Sorte ist
Kalamon ist für mich eine der Olivensorten, mit denen man sehr schnell zeigen kann, wie viel es bei Olivenöl noch zu entdecken gibt.
Fast jeder kennt die dunkle Kalamon Olive.
Aber viele Menschen haben noch nie bewusst ein Olivenöl aus derselben Sorte probiert.
Wenn man dann Kouros Rot verkostet, entsteht ein vollkommen anderer Blick auf die Frucht.
Heute finde ich zusätzlich die wissenschaftlichen Daten zur Kalamon besonders spannend.
Dass die Sorte in einem großen griechischen Datensatz beim durchschnittlichen Oleocanthalwert vor allen dort untersuchten Sorten lag, passt sehr gut zu dem, was wir bei Kouros Rot analytisch sehen.
Trotzdem möchte ich die Kalamon nicht auf die Zahl 649 reduzieren.
Mich interessiert:
Wie schmeckt sie?
Wie verändert die frühe Ernte die Frucht?
Wie unterscheidet sie sich von Koroneiki?
Und gefällt dieses Profil dem Kunden?
Genau daraus wird für mich echte Olivenölberatung.
Ayhan von Green Agora
Kalamon und Koroneiki gemeinsam vergleichen | Macht der Natur
Wer Kouros Rot aus Kalamon und Kouros Schwarz aus Koroneiki direkt miteinander vergleichen möchte, findet beide Editionen in der GreenLife Box Macht der Natur.
Dadurch funktioniert die Box gleichzeitig als Geschenk und als kleines Verkostungsset.
Man kann vergleichen:
- Kalamon gegen Koroneiki
- 835 gegen 654 mg Gesamtpolyphenole
- 649 gegen 107 mg Oleocanthal
- zwei unterschiedliche Aromaprofile
Kalamon im Green Agora Olivenöl Showroom verkosten
Olivensorten lassen sich theoretisch beschreiben.
Der Unterschied wird jedoch besonders deutlich, wenn man sie direkt miteinander probiert.
Im Green Agora Olivenöl Showroom in Lüdenscheid können unterschiedliche Premium Olivenöle nach vorheriger Terminvereinbarung miteinander verglichen werden.
Ein interessanter Vergleich ist beispielsweise:
Kouros Schwarz aus Koroneiki.
Danach:
Kouros Rot aus Kalamon.
Und anschließend:
Pamako Gold aus Tsounati.
Dann werden Begriffe wie Sorte, Fruchtigkeit, Bitterkeit und Schärfe unmittelbar verständlich.
Aus Olivensorten werden Geschmackserlebnisse.
Häufige Fragen zu Kalamon Olivenöl
Was ist Kalamon?
Kalamon ist eine traditionelle griechische Olivensorte, die vor allem als große dunkle Tafelolive bekannt ist, aber auch für die Herstellung von Olivenöl verwendet werden kann.
Ist Kalamon dasselbe wie Kalamata?
Kalamon ist die Sortenbezeichnung. Daneben gibt es geschützte europäische Bezeichnungen mit Kalamata im Namen. Deshalb sollte Sorte und geografisch geschützte Bezeichnung voneinander getrennt werden.
Ist Kalamata g.U. Olivenöl aus Kalamon?
Nein. Die offizielle Spezifikation des Kalamata g.U. Olivenöls sieht hauptsächlich Koroneiki und höchstens 5 Prozent Mastoidis vor.
Woher kommt Kouros of Zeus Rot?
Kouros Rot stammt aus Krokes in Lakonien auf dem südlichen Peloponnes in Griechenland.
Welche Olivensorte hat Kouros Rot?
Kouros of Zeus Rot wird aus Kalamon hergestellt.
Ist Kalamon nur eine Tafelolive?
Nein. Die Sorte wird hauptsächlich als Tafelolive genutzt, kann aber auch zur Herstellung von Olivenöl verwendet werden.
Warum wird Kalamon für Kouros früh geerntet?
Der Produzent erntet die Früchte früher, als wenn sie als vollreife Tafeloliven genutzt würden. Dadurch entstehen andere sensorische und phenolische Eigenschaften, gleichzeitig fällt die Olivenölausbeute bei früher Ernte häufig geringer aus.
Hat Kalamon besonders viel Oleocanthal?
Große wissenschaftliche Datensätze zeigen ein bemerkenswertes Potenzial der Sorte. In einer Untersuchung mit 59 Kalamon Olivenölen lag der mittlere Oleocanthalwert bei 482,6 mg pro kg und damit höher als bei den anderen dort verglichenen Sorten. Das bedeutet jedoch nicht, dass jedes Kalamon Olivenöl automatisch einen hohen Wert besitzt.
Wie viel Oleocanthal besitzt Kouros Rot aktuell?
Green Agora dokumentiert aktuell 649 mg Oleocanthal pro kg.
Wie viele Gesamtpolyphenole besitzt Kouros Rot?
Aktuell werden 835 mg Gesamtpolyphenole pro kg dokumentiert.
Wie viel Oleacein besitzt Kouros Rot?
Green Agora dokumentiert aktuell 69 mg Oleacein pro kg.
Wie hoch ist der Säuregehalt?
Aktuell werden 0,14 Prozent dokumentiert.
Wie schmeckt Kouros Rot?
Die aktuelle Sensorik liegt bei Fruchtigkeit 4,3, Bitterkeit 3,0 und Schärfe 4,0. Beschrieben werden unter anderem Kräuter, Tomatenblatt, grünes Gras, Nüsse und grüne Mandel.
Warum ist Kouros Rot im Hals scharf?
Eine wichtige Rolle kann das ausgeprägte Oleocanthalprofil spielen. Oleocanthal ist besonders mit einer pfeffrigen Wahrnehmung im Rachen verbunden.
Ist Kouros Rot Bio?
Nein. Die aktuelle rote Kalamon Edition ist nicht Bio zertifiziert.
Was bedeutet HOCO?
HOCO beschreibt einen besonderen Fokus auf hohen Oleocanthalgehalt. Es handelt sich nicht um eine gesetzlich definierte europäische Güteklasse.
Kann man Kouros Rot pur trinken?
Ja. Kouros Rot kann bewusst pur genossen und verkostet werden. Dabei werden Fruchtigkeit, Bitterkeit, Schärfe und Nachhall besonders deutlich wahrnehmbar.
Kann man Kalamon Olivenöl zum Kochen verwenden?
Ja. Natives Olivenöl extra kann auch für warme Küchenanwendungen verwendet werden. Aufgrund des besonderen sensorischen Profils ist Kouros Rot zusätzlich interessant für Salat, Brot und Finish.
Ist Kouros Rot besser als Kouros Schwarz?
Nicht allgemein. Rot basiert auf Kalamon, Schwarz auf Koroneiki. Beide besitzen unterschiedliche analytische und sensorische Profile.
Besitzt Kouros Rot mehr Oleocanthal als Kouros Schwarz?
Aktuell ja. Green Agora dokumentiert 649 mg pro kg bei Rot und 107 mg pro kg bei Schwarz.
Erfüllen 835 mg Gesamtpolyphenole automatisch den EU Health Claim?
Nein. Entscheidend sind mindestens 5 mg Hydroxytyrosol und dessen Derivate je 20 g Olivenöl. Gesamtpolyphenole beziehungsweise Oleocanthal allein sind kein automatischer Nachweis.
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